Standlfest

Erstmals 1996 nahmen wir die Gelegenheit war, das durch den Schützenverein aufgegebene Vatertagsfest fortzuführen.
So war kurzerhand der Entschluss gefasst, ein durch den Trachtenverein ausgerichtetes Stadlfest an Christi Himmelfahrt im Mai auszurichten. Der Erlös sollte der Vereinsjugend und der Beschaffung von Trachten zugute kommen. Einen besseren Rahmen, als auf dem Anwesen von Schorsch Hitzlsperger's "Grazalm", könnte dieses Fest kaum haben.
Traditionell beginnen wir das Fest mit einem Weißwurst-Frühschoppen, begleitet von einer Tanzlmusi. Bei meist schönem Wetter, Einlagen der Trachtler, lecker Gegrilltem und unserem, mittlerweile zur Tradition gewordenen deftigen Gaumenschmaus am Abend, ist das Stadlfest zum gerne besuchten Mittelpunkt unseres Vereinslebens geworden.

Sänger und Musikanten-Hoagascht

Der Ursprung des "Hoagascht" oder auch "Hoagartn" liegt in einer Zeit, wo es weder Radio noch Fernsehen gab. Er ist aus dem abendlichen Miteinander, dem Zusammensitzen, gemeinsamen Musizieren und Unterhalten entstanden.

Auch uns ist es ein wichtiges Bestreben, diese Tradition des miteinander Musizieren und Beisammenseins, gerade in einer Zeit, wo die Nächte länger werden, aufrecht zu erhalten.

Unser Hoagascht findet seit 1997 regelmässig mitte November im katholischen Pfarrheim statt. Wir wollen nicht nur ein Musikantentreffen veranstalten, sondern unseren Gästen das Gefühl geben, mittendrin zu sein. Deshalb sind in unserem Pfarrsaal die Musikanten und Sänger immer inmitten des Publikums plaziert - sozusagen zum Anfassen.

Diese Veranstaltung steht immer unter einem besonderen Motto.

So trug das erste Musikantentreffen am 29. November 1997 den Titel "Vom Herbst in'Winter nei". Durch das Programm führte Hans Killi, der mit seiner ruhigen Art Gruppen wie den "Drausserholzer Dreigsang", die "Stoaberg Musi", den "Dreigsang des Poinger Gesangsvereins Fidelitas", die "Rotbach Musi" und den bekannten "Angelbrechtinger Dreigsang" dem Publikum vorstellte.

Die Jagdhornbläser aus Ingelsberg begleiteten durch den Hoagascht im November 1998, der unter dem Motto "Von da Jagd" stand. Auch die "Oberlauser Tanzlmusi" und die "Grafinger Stubnmusi" sorgten zusammen mit dem "Drausserholzer Dreigsang" für gute Stimmung und einen kurzweiligen Abend.

"Beim Wirt in der Stubn" hieß es beim Hoagascht am 20. November 1999, in einem auf Wirtsstube geschmückten Pfarrsaal. Zwischen alten Bierfässern, Krügen und Brauereiplakaten konnten es sich die Besucher bequem machen. Die "Stoafeldmusi" aus Gelting, die "Hausmusik Sellmeier" aus Finsing, der "Drausserholzer Dreigsang" als "Gewächs" aus unseren eigenen Reihen, das "Ebrachtaler Zitherduo" und das "Zitherduo Moser-Eder" sorgten mit ihren Darbietungen für einen unvergesslichen Abend.

Hans Killi führte auch im Jahre 2000 wieder durch das Programm, als uns die Musikanten "Von der Liab" erzählten. Mit launigen Liedertexten brachte uns der "Markt Schwabener Dreigsang" zusammen mit der "Innleitn Musi" und dem "Neuchinger Zwoagsang" ihre Erfahrungen mit der Liebe näher.
Als Besonderheit gilt die "Bache Musi" aus dem Bairer Winkel zu erwähnen. So spielt der 12-jährige Quirin Kaiser derart talentiert auf seiner Steirischen Harmonika, dass die Beifallsstürme nicht enden wollten.

Das bayrische Königshaus animierte uns zu dem Motto "Da Kini" beim Hoagascht am 17. November 2001. Das "Münchner Harmonika Trio", die "Hirschwinkler Bauernmusi" und die "Geschwister Grundl" aus Eislfing, sowie das "Forstberg Trio" zeigten uns zusammen mit Hans Killi, wie es am königlichen Hof so zuging.

Im Jahre 2002 hatten wir das Landkreiskartellsingen im Liebhartsaal auszurichten. Hier kommen die meisten Musik- und Gesangsgruppen der Trachtenvereine aus dem Landkreis Ebersberg zusammen. Wir konnten elf verschiedene Gruppen begrüssen. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Als Sprecher betätigte sich unser Christian Falterer, der es verstand, vor den kritischen Ohren der Zuhörer die gute alte Zeit und Neues miteinander zu vergleichen.

Die "Moosdorfegger Tanzlmusi", das "Forstberg Trio" und unser Vereinsmitglied Irmgard Hitzlsperger an der Harfe, die "Walpertskirchner Brettlsänger" mit ihren lustigen Liedern und nicht zuletzt die acht Damen der "Akkordeongruppe des Poinger Gesangsvereins Fidelitas" waren die Akteure des Hoagascht 2003.
Hans Killi führte zusammen mit Christian Falterer unter dem Motto "Mia Zwoa" durch das Programm. Dabei stellten sie heraus, dass sich Alt und Jung recht gut vertragen können.

Ein Missverständnis bei der Terminvereinbarung für den Hoagascht 2004 führte dazu, dass der von uns allen geschätzte Hans Killi nicht dabei sein konnte und unser Christian Falterer alleine durch das Programm führte. Er verstand es auf hervorragende Art und Weise, jeden Einzelnen in seinen Bann zu ziehen und zum Motto "Da Bauer und dBäuerin" durch das Programm zu lotsen. Musikalisch machten uns die "Vuizbandoffen" mit Hackbrett, Harfe und Ziach genauso warm ums Herz, wie die "Aubergmusi", ebenfalls mit Harfe, Gitarre und gleich zwei Hackbrettern. Der "Drausserholzer Dreigsang" und Die "Lustigen Finsinger" mit gewohnt anspruchsvoller Blechmusi, setzten weitere, grossartige Akzente. Wie auf jedem Hoagascht begeisterten die drei Geltinger Buam mit ihrer "Ziach Blechmusi" die Zuhöhrer ganz besonders. Es ist halt ein Genuss, wenn "handgmachte Musi" - so ganz ohne Strom, schon von den Jügsten dargeboten wird.

Wir freuen uns schon auf den Hoagascht im nächsten Jahr.